Das Regenjahr: Dem kalten Winter folgt ein recht warmes und trockenes Frühjahr. Der Monat Mai zeigt sich außergewöhnlich kühl und regenreich, der Juni sehr sonnig und heiß, der Juli wiederum sehr wechselhaft und kühl. Ab Ende August stellt sich ein gewittriges, schwül-heißes Wetter ein, das bis Mitte September anhält. Die Regenfälle gipfeln in einem Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen am 8. und 9. September, verheerende Überschwemmungen in der gesamten Region sind die Folge. Ab dem 15. September beginnt der Mistral zu wehen, so daß die Weinlese bei sonnigem und trockenem Wetter stattfinden kann.

Weinlese: Viognier 14., Syrah 23. und 24. September, Grenache bis 5. Oktober. Die extremen Regenfälle und warmen Temperaturen führten dazu, dass die Fäulnis sich rasant schnell ausbreitete, bevor die Trauben eine ideale Reife erreichen konnten. Extremes Aussortieren und der Verlust von gut der Hälfte der Ernte sind die Folge.
Die Vinifizierung findet bei einem externen, fast industriell arbeitenden „Vinificateur“ statt; jedoch entsprechen die oenologischen Praktiken und Methoden nicht den qualitativen Ansprüchen, die Martinelle einmal erfüllen soll. Auf eine Abfüllung wird deshalb ganz verzichtet, der Wein wird ausschließlich im Faß verkauft.