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2003

Ein Jahr der Extreme: Einzig Januar und Februar sind kalt mit mehrfachem Schneefall, von März an wird es zunehmend warm. Ab Mai herrscht eine anhaltende Hitzewelle mit kontinuierlich steigenden Temperaturen. Am 26. Juni ist in den Weinbergen der Martinelle das Kultivieren der Trauben vorüber, als ein vehementer Hagelschlag über 5000 Hektar Land in der Region niedergeht und davon 500 regelrecht zerstört. Lediglich ein paar Blattfragmente hängen an den Reben, ganze Trauben sind eher die Ausnahme. Wochenlang bestimmen Temperaturen über 30 Grad Celsius, im August sogar mehrfach über 40 Grad das Wetter dieses Sommers; der September endlich bringt eine Abkühlung und geringen Regenfall.

Die Reben sind zur Lesezeit wieder grün, trotz der Intensität der Schäden haben sie wieder ausgetrieben, die Ernte jedoch ist fast zur Gänze verloren. Die vereinzelten Traubenfragmente werden vom 24. bis zum 30. September gelesen.

Trotz alledem wird eine Lagerhalle angemietet, die zum Keller umfunktioniert wird, um hier autonom vinifizieren zu können. Jedoch zeigt sich deutlich, vor allem nach der malolaktischen Gärung, dass die derart geschädigten Reben nur ein unausgewogenes Lesegut haben hervorbringen können – wen wundert’s? Also noch ein Jahr ohne Martinelle „en bouteille“ ... die knapp 40 Hektoliter Ertrag werden erneut im Faß verkauft.

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