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2005

Auf den Kauf einer Parzelle Grenache in der Gemeinde Lafare im Frühjahr folgt der Verkauf von 3 Hektar Rebfläche Martinelle.

Und nun endlich ist es soweit: Die erste Abfüllung erfolgt im Mai 2005 – circa 30000 Flaschen rot, 2000 Flaschen weiß und ein wenig rosé.

Das Jahr ist gekennzeichnet durch die anhaltende Trockenheit, einen omnipräsenten Mistral und verhältnismäßig kühle Sommernächte: Nach einem kalten Februar erwärmt sich die Atmosphäre schnell, so daß die Reben Anfang April beginnen auszutreiben. Wiederum bleibt die so dringend benötigte Regenperiode im Frühjahr fast komplett aus. Der Mistral führt dazu, dass die Vegetation einige Mühe hat, sich normal zu entwickeln: Viele Triebe brechen ab, die Blüte – gegen Ende Mai – ist sehr unregelmäßig und oftmals verrieselt.

Der Juni ist gekennzeichnet durch sehr heißes, trockenes Wetter, Juli und August durch weniger extreme Temperaturen. Trotz der anhaltenden Trockenheit scheinen die Reben weniger zu leiden als in den Jahren 2003 oder 2004. Kurz vor Beginn der Weinlese gibt es den so lang ersehnten, ausgiebigen Regen Anfang September … leider ein wenig spät.

Martinelle 2005

Weinlese: Viognier am 11. September, Syrah, nach erneutem Regen, vom 20. bis 22. September, Grenache bis zum 1. Oktober. Trotz der großen Niederschlagsmenge – fast 150 Millimeter in drei Etappen – ist der Gesundheitszustand der Trauben einwandfrei, lediglich in der großen Grenacheparzelle, wo die Trauben sich erheblich mit Wasser vollgesogen haben, muss aufgrund der sich rasch ausbreitenden Fäulnis rigoros aussortiert werden.

Die Maischestandzeiten sind sehr variabel: zwei Wochen bei Syrah, drei bei den einfacheren, bis hin zu fünf Wochen bei den konzentriertesten Grenaches. Im Gegensatz zu 2004 scheint eine optimale Extraktion erst spät zu erfolgen …

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